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Sozialpraktikum der Klasse 10 im Kinderheim “Hoffnungsfunke”

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Vom 2. bis 5. März fuhren wir als Klasse 10 mit vier Volontären und Frau Waldbüßer zum Sozialpraktikum ins Kinderheim “Hoffnungsfunke” in Phrao.

Der Gründer, Günter Oppermann, leitet das Kinderheim seit ca. 10 Jahren, in dem rund 100 Kinder im Alter von 5 bis 20 Jahren ein Zuhause finden. Die Kinder kommen aus schwierigen Verhältnissen und werden im Kinderheim “Hoffnungsfunke” liebevoll aufgenommen.
 
Am Freitag fuhren wir um 10.00 Uhr in der Schule los und wurden nach der zweistündigen Fahrt zum Mittagessen im Kinderheim freundlich in Empfang genommen. Da die Kinder noch alle in der Schule waren, führte uns Günter Oppermann erstmal durch das Kinderheim und erzählte uns von deren Anfängen. Am Nachmittag kamen die Kinder aus der Schule, so dass wir Zeit hatten, sie beim Fußball-, Volleyball- oder Kartenspielen kennen zu lernen. Nach dem gemeinsamen Abendessen tauschten wir unsere ersten Eindrücke aus und gingen frühzeitig schlafen.
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Im Kinderheim muss jeder früh aufstehen, denn Frühstück gibt es am Wochenende bereits um 7.30 Uhr. Und da der Leiter des Kinderheims ein Deutscher ist, wird sehr viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Auch wir mussten uns anstrengen, rechtzeitig am Frühstückstisch zu sitzen. Zum Frühstück gab es Reis und Curry. Einfacher als das Abendessen zuvor, aber es hat trotzdem geschmeckt. Was uns überrascht hat, war neben der Pünktlichkeit und dem guten Essen, die Selbstständigkeit der Kinder. Obwohl keine Erwachsenen da waren, haben die Kinder alles vorbereitet, das Essen, die Teller, Becher, Tische... Und nach dem Essen wussten sie genau, was sie tun mussten. Ohne Diskussion wuschen zehn der Kinder und zwei von uns Schülern das Geschirr ab, machten die Tische sauber und fegten den Boden. Samstagvormittag ist auch immer “Arbeitszeit”. Dazu werden die Kinder in Gruppen eingeteilt und erledigten verschiedene Aufgaben auf dem Gelände. Auch wir halfen mit: Wir wuschen die Autos, pflanzten Gemüse an, pflasterten den Weg oder fegten das Laub weg. Am Nachmittag boten wir verschiedene Workshops für die Kinder an: Während Johanna mit einigen Kindern in der Bäckerei Kekse für die “Cookie time” machte, konnten andere mit Jessica Blumen-Haarbänder basteln oder mit Freshy Seifen schnitzen sowie mit Geonyoung Papierflieger falten. Erstaunlicherweise stellten auch die Jungen Haarschmuck her und halfen motiviert beim Backen mit. Am Spätnachmittag war freie Spiel- und Sportzeit. Einige von uns spielten mit den Kindern Fußball, Volleyball oder Gummitwist, andere spielten Karten oder lernten sticken. Am Abend waren wir glücklich darüber, dass alles so gut lief, aber auch erschöpft von den ganzen Eindrücken und der Arbeit. Nach einer gemeinsamen Austausch- und Spielrunde gingen wir dann nach und nach in unsere Zimmer.
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 Am Sonntag gab es morgens einen kurzen gemeinsamen Gottesdienst. Fast alle Kinder erschienen in den Trachten ihres Bergstammes und brachten ihre Bibel mit. Günter zeigte zu Beginn einige Bilder vom Kinderheim und den Kindern, die in den letzten 10 Jahren aufgenommen wurden. Über alte Kinderbilder wurde herzhaft gelacht. Anschließend wurde gemeinsam fröhlich und laut gesungen. Auch eine kurze Predigt vom Heimvater gab es. Nach dem Mittagessen boten wir wieder kreative Aktivitäten für die Kinder an: Manu und Lennard stellten mit den Kindern Kreisel aus Holz her,Melanie zeigte, wie man kleine Puppen näht und mit Tao konnten sie verschiedene Dinge aus Papier falten. Da wir die Kinder nun schon besser kannten, war danach auch jeder bis zum Abend mit Sport und Spielen irgendwo auf dem Gelände mit eingebunden.
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Am Montag standen wir früh auf und einige beobachteten den schönen Sonnenaufgang. Danach verabschiedeten wir uns von den Kindern, da sie zur Schule mussten. Einige schenkten uns Armbänder oder Bilder zum Abschied und fragten, wann wir sie mal wieder besuchen kommen. Danach putzten wir unsere Zimmer, packten unsere Sachen und bereiteten unser Abschiedsgeschenk sowie die Vorstellung des Sozialpraktikums für die Andacht am Montag vor. Erschöpft, zufrieden über die gute Zeit und mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir zurück zur Schule.
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